Was zeichnet den cctvfinder aus?
Er nimmt dir das Nachrechnen ab. Du sagst, wie weit die Stelle weg ist und was du dort erkennen willst, und der cctvfinder sucht dir aus den Modellen im Katalog die heraus, die das schaffen. Gerechnet wird nach DIN EN 62676-4, also nach ERKENNEN mit 125 Px/m oder IDENTIFIZIEREN mit 250 Px/m. Dazu kommt die 3D-Ansicht: dort siehst du das Bild mit genau der Pixelanzahl, die deine Kamera an dieser Stelle liefert. Was dort unkenntlich ist, bleibt es auch auf der echten Aufnahme.
Warum bietet der cctvfinder zwei Überwachungsqualitäten, ERKENNEN und IDENTIFIZIEREN?
Die DIN EN 62676-4 kennt sechs Stufen, und alle sechs haben ihren Sinn. In der Praxis läuft es aber fast immer auf zwei hinaus. ERKENNEN mit 125 Px/m brauchst du überall dort, wo du wissen willst, ob das der eigene Mitarbeiter war oder jemand Fremdes. IDENTIFIZIEREN mit 250 Px/m brauchst du, wenn die Aufnahme vor Gericht Bestand haben soll. Alles darunter zeigt dir, dass etwas passiert ist, aber nicht wer es war. Alles darüber kostet Geld, das an den meisten Stellen niemand braucht. Das ist die Erfahrung aus weit über 100 ausgewerteten Projekten.
Setzt der cctvfinder besondere Fachkenntnisse voraus?
Nein. Du brauchst drei Angaben, und zwei davon misst du mit dem Zollstock: die Entfernung zur Stelle und die geplante Montagehöhe. Die dritte ist die Frage, was du dort sehen willst, und die Liste dazu ist in normalem Deutsch beschriftet. Die Fachbegriffe stehen zwar daneben, weil ein Errichter sie später braucht, aber du musst sie nicht kennen, um zu einem Ergebnis zu kommen.
Wie viele Kameras kann ich mit dem cctvfinder suchen, gibt es eine Limitierung?
So viele du willst. Es gibt keine Begrenzung und keinen Zähler. Wenn du ein Betriebsgelände planst, hat jede Stelle ihre eigene Entfernung und damit ihre eigene Antwort: das Tor, die Laderampe, der Mitarbeiterparkplatz. Rechne sie ruhig einzeln durch, dafür ist das Werkzeug gebaut.
Was bedeutet die Pixeldichte in Px/m?
Stell dir vor, du legst am Ort des Geschehens ein Bandmass auf den Boden. Die Pixeldichte sagt, wie viele Bildpunkte deiner Kamera auf einen Meter davon fallen. Das ist die eine Zahl, in der Auflösung, Objektiv und Entfernung zusammenkommen, und deshalb rechnet die DIN EN 62676-4 damit: 12,5 Px/m für Überwachen, 25 für Detektieren, 62,5 für Beobachten, 125 für Erkennen, 250 für Identifizieren und 1000 für Inspizieren. Je weiter die Kamera weg ist, desto weniger Pixel fallen auf denselben Meter. Deshalb nützt dir die beste Kamera nichts, wenn sie am falschen Platz hängt.
Warum sagen Megapixel allein nichts über die Bildqualität?
Weil die Megapixelzahl nichts darüber sagt, auf wie viel Fläche die Pixel verteilt werden. Es ist wie mit einem Eimer Farbe: die Menge sagt dir noch nicht, ob sie für die Wand reicht. Nimm zwei 4K-Kameras auf 18 Metern. Die eine mit 126°-Weitwinkel kommt auf rund 53 Px/m, die andere mit 42°-Teleobjektiv auf rund 274 Px/m. Gleiche Auflösung, zwei Qualitätsstufen Unterschied. Worauf du achten musst, sind die Pixelzahl in der Breite und das Sichtfeld in Grad.